Vernichtung des westlichen Kulturerbes?

Bücherzerstörung – Mehrere KI-Tech-Giganten sollen beteiligt sein

von Redaktion freiewelt.net

(4. September 2026) Verschiedene KI-Firmen kaufen und vernichten Millionen Bücher, darunter auch historische Werke aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Was ursprünglich bei «Anthropic» herauskam, soll bei verschiedenen anderen KI-Tech-Giganten auch der Fall sein.

Die Stiftsbibliothek St. Gallen ist die älteste Bibliothek der Schweiz und
gehört zu den bedeutendsten historischen Klosterbibliotheken der
Welt. (Bild zvg)

Autoren, Historiker, Buchliebhaber, Lehrer, Studenten, alle Menschen mit Sinn und Gespür für Zivilisation und Kultur sind empört. Immer mehr Beweise zeigen, dass grosse KI-Unternehmen physische Bücher in grosser Zahl erwerben, sie digitalisieren und die Originale anschliessend vernichten. Betroffen sind auch seltene und antiquarische Exemplare.

In Europa wundern sich seit Monaten immer mehr Buchhändler und Antiquariate über Grossbestellungen aus den USA und Kanada. In Online-Plattformen erscheint bei immer mehr Büchern der Hinweis: «ausverkauft» bzw. «vergriffen».

Was ist passiert?

Gerichtsdokumente aus einem Verfahren gegen das Unternehmen Anthropic legten offen, dass Millionen Bücher gekauft, die Bindungen aufgeschnitten und die Seiten eingescannt wurden. Die physischen Exemplare landeten danach im Schredder. Dieses Vorhaben trug den internen Namen «Project Panama».

Spätere Recherchen von «404 Media» bestätigten das Muster auch anderswo. Mit einem versteckten AirTag verfolgte man eine Lieferung von fast eintausend Büchern bis zu einem Amazon-Lager. Dort scannen Mitarbeiter den ganzen Tag lang Bücher (siehe Bericht des Forbes-Magazin).1

Warum greifen die Firmen zu physischen Büchern?

Digitale Quellen bergen rechtliche Risiken und liefern oft minderwertige Daten. Viele Texte im Internet stammen inzwischen von KI-Systemen selbst. Physische Bücher, die vor 2022 gedruckt wurden, bieten dagegen von Menschen verfasste und sorgfältig redigierte Inhalte.

Wer ein Exemplar legal kauft, darf es nach geltendem US-Recht auch zerstören und für das eigene Training nutzen. Die sogenannte «First-Sale-Doktrin» erlaubt es dem Käufer, mit seinem physischen Exemplar zu verfahren, wie er möchte. Gerichte haben die Digitalisierung für interne Zwecke teilweise als zulässige Nutzung eingestuft.

Das Recht anderer Länder zählt nicht, weil die Bücher in den USA zerstört werden

Aus internationaler Sicht gibt es eine riesige Rechtslücke, die es ermöglicht, grosse Datensätze ohne Vergütung der Urheber aufzubauen. Genau diese Gesetzeslücke wird eiskalt ausgenutzt, um millionenfach Bücher zu scannen und zu zerstören.

Das grösste Problem ist, dass viele Bücher verschwinden, die als Quellen und Dokumente einen historischen Wert haben. Das trifft besonders auf Bücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu. Die Bücher sind dann nicht mehr für Menschen oder Bibliotheken käuflich.

Wie gross ist das Ausmass?

Genaue Zahlen fehlen. Interne Papiere von Anthropic sprachen von Hunderttausenden bis zu zwei Millionen Büchern in einem einzigen (!) Vertrag.

Buchhändler berichten von Bestellungen, die von einigen Hundert bis zu einer Million Exemplaren reichen.

Ein internes Dokument von Anthropic formulierte das Ziel klar: Alle Bücher der Welt destruktiv scannen und das möglichst unbemerkt. Nun ist das Projekt aufgeflogen. Dennoch werden weiterhin Bücher massenhaft zerstört.

Quelle: https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/christliches/das-kulturverbrechen-der-millionfachen-buecherzerstoerung-geht-weiter-mehrere-ki-tech-giganten-sollen-beteiligt-sein/44890, 19. August 2026

1 https://www.forbes.com/sites/maryroeloffs/2026/08/17/ai-companies-are-buying-and-destroying-antique-books-heres-why/

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