Francesca Albanese und der einsame Weg des Widerstands
von Chris Hedges,* USA
(16. Januar 2026) (CH-S) Von den katastrophalen Zuständen in Gaza und der illegalen «Sanktionierung» von UN-Angestellten, die diese Zustände anmahnen, erfährt man nach der völkerrechtswidrigen Entführung des venezolanischen Präsidenten und dessen Gattin durch US-Militär in den öffentlichen Medien kaum noch etwas. Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese weist auf die Zustände in Gaza hin. Aus diesem Grund steht sie auf der schwarzen Liste der USA und wird wie eine Terroristin behandelt.
(Bild zvg)
NIZZA, Frankreich – Es ist ein Nachmittag Ende November. Ich fahre mit Francesca Albanese, der UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, nach Genua in Italien. Wir sind unterwegs, um uns streikenden Hafenarbeitern anzuschliessen. Die Hafenarbeiter fordern ein Moratorium für Waffenlieferungen an Israel und einen Stopp der Pläne der italienischen Regierung, die Militärausgaben zu erhöhen.
Wir rasen an den tiefblauen Gewässern der Baie des Anges zu unserer Rechten und den schroffen französischen Alpen zu unserer Linken vorbei. Schlösser und Häusergruppen mit roten Ziegeldächern, in das schwindende Licht gehüllt, thronen auf den sanften Hügeln. Palmen säumen die Küstenstrasse.
Francesca – gross, mit grauen Strähnen im Haar, einer grossen schwarzgerahmten Brille und Creolen – ist die Bête noire Israels und der Vereinigten Staaten. Sechs Tage nach der Veröffentlichung ihres Berichts «From economy of occupation to economy of genocide»1 [Von der Besatzungswirtschaft zur Völkermordwirtschaft] wurde sie auf die Liste des Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums gesetzt,2 die normalerweise zur Sanktionierung von Personen dient, denen Geldwäsche oder Verbindungen zu terroristischen Organisationen vorgeworfen wird.
Die OFAC-Liste – die von der Trump-Regierung als Waffe eingesetzt wird, um Francesca zu verfolgen, und einen klaren Verstoss gegen die diplomatische Immunität darstellt,3 die UN-Beamten gewährt wird4 – verbietet es Finanzinstituten, Personen, die auf dieser Liste stehen, als Kunden zu haben. Eine Bank, die einer Person auf der OFAC-Liste Finanztransaktionen erlaubt, darf nicht mehr mit Dollar arbeiten, muss mit Geldstrafen in Millionenhöhe rechnen und wird aus internationalen Zahlungssystemen ausgeschlossen.
In ihrem Bericht listet Francesca 48 Unternehmen und Institutionen auf,5 darunter Palantir Technologies,6 Lockheed Martin, Alphabet Inc., Amazon, International Business Machines Corporation (IBM), Caterpillar Inc., Microsoft Corporation und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie Banken und Finanzunternehmen wie BlackRock, Versicherungen, Immobilienfirmen und Wohltätigkeitsorganisationen, die unter Verstoss gegen das Völkerrecht Milliarden mit der Besatzung und dem Völkermord an den Palästinensern verdienen.
Der Bericht, der eine Datenbank mit über 1000 Unternehmen enthält, die mit Israel zusammenarbeiten, fordert diese Firmen und Institutionen auf, ihre Beziehungen zu Israel abzubrechen oder sich für ihre Mitschuld an Kriegsverbrechen zu verantworten. Er beschreibt die «ewige Besatzung» Israels als «ideales Testfeld für Waffenhersteller und grosse Technologieunternehmen – mit unbegrenzter Nachfrage und Angebot, geringer Aufsicht und null Rechenschaftspflicht –, während Investoren sowie private und öffentliche Institutionen frei davon profitieren». Dazu mein Interview mit Francesca über den Bericht.7
Francesca, deren frühere Berichte, darunter «Gaza Genocide: a collective crime» (Völkermord in Gaza: ein kollektives Verbrechen) und «Genocide as colonial erasure»8 (Völkermord als koloniale Auslöschung), sowie ihre leidenschaftlichen Verurteilungen der Massaker Israels in Gaza sie zu einer Zielscheibe gemacht haben. Jedes Mal, wenn sie vom genehmigten Drehbuch abweicht, wird sie heftig kritisiert, so auch, als pro-palästinensische Demonstranten das Hauptquartier der italienischen Tageszeitung «La Stampa» stürmten, während wir in Italien waren.
Francesca verurteilte den Überfall und die Zerstörung von Eigentum9 – Demonstranten verstreuten Zeitungen und sprühten Slogans wie «Free Palestine» und «Newspapers complicit with Israel» an die Wände –, fügte jedoch hinzu, dass dies als «Warnung an die Presse» dienen sollte, ihre Arbeit zu tun. Diese Einschränkung drückte ihre Frustration über die Diskreditierung10 der Berichterstattung palästinensischer Journalisten durch die Medien aus – seit dem 7. Oktober wurden über 278 Journalisten und Medienmitarbeiter von Israel getötet,11 zusammen mit über 700 ihrer Familienangehörigen – und über die unkritische Verstärkung der israelischen Propaganda. Aber ihre Kritiker, darunter auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni,12 nutzten dies, um sie zu lynchen.
Aussenminister Marco Rubio verhängte im Juli Sanktionen gegen Francesca.
«Die Vereinigten Staaten haben wiederholt die voreingenommenen und böswilligen Aktivitäten von Albanese verurteilt und beanstandet, die sie seit langem für den Dienst als Sonderberichterstatterin ungeeignet machen», hiess es in der Pressemitteilung des Aussenministeriums.13 «Albanese hat unverhohlenen Antisemitismus verbreitet, ihre Unterstützung für Terrorismus zum Ausdruck gebracht und offene Verachtung für die Vereinigten Staaten, Israel und den Westen gezeigt. Diese Voreingenommenheit war während ihrer gesamten Karriere offensichtlich, unter anderem durch ihre Empfehlung an den IStGH, ohne legitime Grundlage Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant zu erlassen.»
«Vor kurzem hat sie diese Bemühungen noch verstärkt, indem sie Dutzenden von Einrichtungen weltweit, darunter grossen amerikanischen Unternehmen aus den Bereichen Finanzen, Technologie, Verteidigung, Energie und Gastgewerbe, Drohbriefe geschrieben hat, in denen sie extreme und unbegründete Anschuldigungen vorbrachte und dem IStGH [Internationaler Strafgerichtshof] empfahl, Ermittlungen und Strafverfolgungen gegen diese Unternehmen und ihre Führungskräfte einzuleiten», heisst es weiter. «Wir werden diese Kampagnen der politischen und wirtschaftlichen Kriegsführung, die unsere nationalen Interessen und unsere Souveränität bedrohen, nicht tolerieren.»
Die Sanktionen folgten auf diejenigen, die im Februar14 und Juni15 gegen den Ankläger des Gerichtshofs, Karim Khan,16 und zwei Richter verhängt worden waren, weil sie Haftbefehle gegen Netanjahu und Gallant erlassen hatten.
Francesca darf nicht in die USA einreisen, selbst um bei den Vereinten Nationen in New York City zu erscheinen und einen ihrer beiden Jahresberichte vorzulegen. Der andere wird beim Büro der Vereinten Nationen in Genf vorgelegt.
Francescas Vermögenswerte in den USA wurden eingefroren, darunter ihr Bankkonto und ihre Wohnung in den USA. Die Sanktionen schneiden sie vom internationalen Bankensystem ab und blockieren unter anderem die Nutzung ihrer Kreditkarten. Ihre private Krankenversicherung weigert sich, ihre medizinischen Ausgaben zu erstatten. Unter ihrem Namen gebuchte Hotelzimmer wurden storniert. Sie kann nur noch mit Bargeld oder einer geliehenen Bankkarte bezahlen.
Institutionen, darunter US-amerikanische Universitäten,17 Menschenrechtsgruppen, Professoren und NGOs, die einst mit Francesca zusammengearbeitet haben, haben ihre Beziehungen zu ihr abgebrochen, aus Angst vor Strafen, die für jeden US-Bürger gelten, der mit ihr zusammenarbeitet. Sie und ihre Familie erhalten regelmässig Morddrohungen. Israel und die USA haben eine Kampagne gestartet, um sie aus ihrem UN-Amt zu entfernen.
Francesa ist der Beweis dafür, dass man, wenn man sich entschlossen für die Unterdrückten einsetzt, selbst wie ein Unterdrückter behandelt wird.
Sie ist sich nicht sicher, ob ihr Buch «When the World Sleeps: Stories, Words, and Wounds of Palestine»18 (Wenn die Welt schläft: Geschichten, Worte und Wunden Palästinas), das ins Englische übersetzt wurde und voraussichtlich im April nächsten Jahres erscheinen wird, in den USA vertrieben werden wird.
«Ich bin eine sanktionierte Person», sagt sie bedauernd.
Aber sie lässt sich nicht einschüchtern. Ihre nächste Salve wird ein Bericht sein, der die Folter von Palästinensern in israelischen Gefängnissen dokumentiert. Während Folter vor dem 7. Oktober «nicht weit verbreitet» war, ist sie nun allgegenwärtig19 geworden, sagt sie. Sie sammelt Zeugenaussagen von Personen, die aus israelischer Haft entlassen wurden.
«Es erinnert mich an die Geschichten und Zeugenaussagen, die ich über die Diktatur in Argentinien gelesen habe», erzählt Francesca mir. «So schlimm ist es. Es ist systematische Folter gegen dieselben Menschen. Dieselben Menschen werden verschleppt, vergewaltigt und zurückgebracht, verschleppt, vergewaltigt und zurückgebracht.»
«Frauen?», frage ich.
«Beide», antwortet sie.
«Frauen erzählen dir, dass sie mehrfach vergewaltigt wurden. Sie wurden aufgefordert, Soldaten zu masturbieren. Das ist unglaublich», sagt Francesca. «Dass eine Frau so etwas sagt. Stellen Sie sich vor, was sie durchgemacht haben? Es gibt Menschen, die ihre Sprache verloren haben. Sie können nicht reden. Sie können nicht sprechen, nach dem, was sie durchgemacht haben.»
Etablierte Medienorganisationen, sagt sie, plappern nicht nur pflichtbewusst israelische Lügen nach, sondern blockieren routinemässig Berichte, die Israel in einem negativen Licht erscheinen lassen.
«Im April habe ich über die ersten Fälle von sexueller Belästigung und Vergewaltigung berichtet, die sich im Januar und Februar 2024 ereignet hatten», sagt sie. «Die Leute wollten nicht zuhören. Die ‹New York Times› interviewte mich zwei Stunden lang. Zwei Stunden. Sie haben keine Zeile darüber geschrieben.»
«Die ‹Financial Times› hatte – aufgrund der Relevanz des Themas – eine gesperrte Version von ‹From economy of occupation to economy of genocide›», sagt sie. «Sie haben sie nicht veröffentlicht. Sie haben nicht einmal eine Rezension oder einen Artikel veröffentlicht, Tage nach der Pressekonferenz. Aber sie haben eine Kritik meines Berichts veröffentlicht. Ich hatte ein Treffen mit ihnen. Ich sagte: ‹Das ist wirklich deprimierend. Wer seid ihr? Werdet ihr für eure Arbeit bezahlt? Wem seid ihr loyal, euren Lesern?› Ich habe sie unter Druck gesetzt. Sie sagten: ‹Nun, wir fanden, dass es nicht unseren Standards entsprach.›»
Ich erzähle ihr, dass die «New York Times» auf die gleiche Weise Artikel von Reportern unterdrückt, die die Redakteure für zu provokativ halten.
«Sie diskreditieren Ihre Quellen, unabhängig davon, um welche Quellen es sich handelt», sage ich ihr. «Das wird zum Vorwand, um die Veröffentlichung zu verhindern. Das ist keine Diskussion in gutem Glauben. Sie geben keine faire Analyse Ihrer Quellen. Sie lehnen sie kategorisch ab. Sie sagen Ihnen nicht die Wahrheit, nämlich: ‹Wir wollen uns nicht mit Israel und der Israel-Lobby befassen.› Das ist die Wahrheit. Das sagen sie nicht. Es heisst immer: ‹Das entspricht nicht unseren Standards.›»
«Es gibt keine freien Medien, keine freie Presse mehr in Italien», beklagt Francesca. «Es gibt sie zwar, aber sie ist marginal oder am Rande. Sie ist eine Ausnahme. Die wichtigsten Zeitungen gehören Gruppen, die mit den grossen Mächten, den Finanz- und Wirtschaftsmächten, verbunden sind. Die Regierung kontrolliert – direkt oder indirekt – einen Grossteil des italienischen Fernsehens.»
Die Tendenz zum Faschismus in Europa und den Vereinigten Staaten, sagt Francesca, ist eng mit dem Völkermord verbunden, ebenso wie der aufkommende Widerstand.
«Es brodelt eine Wut und Unzufriedenheit mit der politischen Führung in Europa», sagt sie. «In vielen Ländern herrscht auch Angst wegen des Aufstiegs der Rechten. Das kennen wir. Es gibt Menschen, die noch lebhafte Erinnerungen an den Faschismus in Europa haben. Die Narben des Nazifaschismus sind noch immer vorhanden, sogar das Trauma. Die Menschen können nicht verarbeiten, was geschehen ist und warum es geschehen ist. Palästina hat die Menschen schockiert. Vor allem die Italiener. Vielleicht weil wir so sind, wie wir sind, in dem Sinne, dass wir uns nicht so leicht zum Schweigen bringen lassen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen, wie es bei den Deutschen und Franzosen der Fall war. Ich war schockiert in Frankreich. Die Angst und Unterdrückung sind unglaublich. Es ist nicht so schlimm wie in Deutschland, aber viel schlimmer als noch vor zwei Jahren. Der Bildungsminister in Frankreich hat eine akademische Konferenz über Palästina am Collège de France – der höchsten Institution in Frankreich – abgesagt. Der Bildungsminister! Und er hat damit geprahlt.»
Francesca sagt, unsere einzige Hoffnung sei jetzt ziviler Ungehorsam, verkörpert durch Aktionen wie Streiks, die den Handel und die Regierung stören, oder die Versuche der Flottillen,20 Gaza zu erreichen.
«Die Flottillen haben dieses Gefühl vermittelt: ‹Oh, man kann etwas tun›», sagt sie. «Wir sind nicht machtlos. Wir können etwas bewirken, indem wir den Boden erschüttern und das Boot zum Schaukeln bringen. Dann sind die Arbeiter gekommen. Die Studenten waren bereits mobilisiert. Durch die verschiedenen Proteste hat sich das Gefühl verbreitet, dass wir immer noch etwas verändern können. Die Menschen haben begonnen, die Zusammenhänge zu erkennen.»
Francesca legte im Oktober ihren 24-seitigen Bericht «Gaza Genocide: a collective crime»21 (Völkermord in Gaza: ein kollektives Verbrechen) der UN-Generalversammlung vor, ein Bericht, der aufgrund der Sanktionen aus der Ferne22 von der Desmond and Leah Tutu Legacy Foundation in Kapstadt, Südafrika, übermittelt werden musste.
Danny Danon, der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, sagte nach ihrer Präsentation: «Frau Albanese, Sie sind eine Hexe, und dieser Bericht ist eine weitere Seite in Ihrem Zauberbuch.» Er warf ihr vor, sie versuche, «Israel mit Lügen und Hass zu verfluchen».
«Jede Seite dieses Berichts ist ein leerer Zauber, jede Anschuldigung ein Zauber, der nicht wirkt, weil Sie eine gescheiterte Hexe sind», fuhr Danon fort.
«Es löste einen Moment der Erleuchtung aus», sagt Francesca über die Beleidigungen. «Ich verband es mit der Ungerechtigkeit, unter der Frauen seit Jahrhunderten leiden.»
«Was mit den Palästinensern und denen, die sich für die Palästinenser einsetzen, geschieht, ist das Äquivalent von Hexenverbrennungen auf dem öffentlichen Platz im Jahr 2025», fährt sie fort. «Das wurde mit Wissenschaftlern und Theologen gemacht, die nicht mit der katholischen Kirche übereinstimmten. Das wurde mit Frauen gemacht, die die Macht der Kräuter besassen. Das wurde mit religiösen Minderheiten gemacht, mit indigenen Völkern wie den Sámi.»
«Palästina», sagt Francesca, «hat ein Tor zur Geschichte geöffnet, zu unseren Wurzeln und zu dem, was wir riskieren, wenn wir nicht auf die Bremse treten.»
| * Chris Hedges, geboren 1956, ist ein US-amerikanischer Journalist und Autor. Er hat zahlreiche politische Sachbücher veröffentlicht und war lange Zeit Auslandskorrespondent für die New York Times. Er schloss sein Studium an der Colgate University mit einem Bachelor in englischer Literatur ab und erwarb anschliessend einen Master in Theologie an der Harvard University. Hedges war fast zwei Jahrzehnte lang als Auslandskorrespondent in Mittelamerika, dem Nahen Osten, Afrika und auf dem Balkan tätig. Er war ein früher und entschiedener Kritiker des Plans der USA, in den Irak einzumarschieren und ihn zu besetzen, und bezeichnete die damalige Berichterstattung der Presse als «beschämende Hurra-Berichterstattung». Im Jahr 2002 war er Mitglied des Reporterteams der New York Times, das für seine Berichterstattung über den globalen Terrorismus mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr gewann er den «Amnesty International Global Award for Human Rights Journalism». Um seine Unabhängigkeit als Journalist zu bewahren, veröffentlicht er mittlerweile eine wöchentliche Kolumne und einen wöchentlichen Podcast, The Chris Hedges Report, auf Substack. |
Quelle: https://chrishedges.substack.com/p/francesca-albanese-and-the-lonely, 30. Dezember 2025
(Übersetzung «Schweizer Standpunkt»)
2 https://ofac.treasury.gov/recent-actions/20250709_33
4 https://www.refworld.org/legal/resolution/unga/1946/en/12064
5 https://chrishedges.substack.com/p/profiting-from-genocide
6 https://chrishedges.substack.com/p/the-rise-of-the-thielverse-and-the
7 https://chrishedges.substack.com/p/the-rise-of-the-thielverse-and-the
8 https://chrishedges.substack.com/p/the-member-states-complicit-in-genocide und https://chrishedges.substack.com/p/the-persecution-of-francesca-albanese
10 https://chrishedges.substack.com/p/the-betrayal-of-palestinian-journalists
16 https://www.icc-cpi.int/sites/default/files/2022-06/Bio-Karim-Khan.pdf
18 https://otherpress.com/product/when-the-world-sleeps-9781635426038
19 https://www.btselem.org/publications/202408_welcome_to_hell
21 https://bdsmovement.net/news/new-un-published-report-exposes-complicity-states-enabling-genocide