Schweiz

Max Petitpierre – Mut, mit den «Bösen» zu verhandeln

von Guy Mettan,* Genf

(10. April 2026) Am Mittwoch, dem 18. März, feierten wir den 80. Jahrestag der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland (damals Sowjetunion).

Gelinde gesagt waren diese Beziehungen turbulent. Im Jahr 1945, als er gerade als Aussenminister in den Bundesrat eingetreten war, befand sich Max Petitpierre in einer sehr heiklen Lage. Die beiden Hauptsieger des Zweiten Weltkriegs, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, nahmen der Schweiz ihre Beziehungen zu Nazideutschland übel. Das Land befand sich in völliger Isolation. Innerhalb von achtzehn Monaten gelang es Max Petitpierre jedoch, die Lage sowohl gegenüber den Amerikanern als auch gegenüber den Sowjets wieder zu normalisieren, trotz seines Anti-Bolschewismus. Mit einem Elan und einer Kühnheit, die unseren politischen Führern heute als Vorbild dienen sollten.

«Sky Shield» im Realitätstest

Werden Milliarden Steuergelder sinnlos verbrannt?

von Andreas S,* Österreich

(3. April 2026) (CH-S) Der Bundesrat hat mit Zustimmung der Aussen- und Sicherheitspolitischen Kommissionen am 10. April 2024 den Beitritt zum Projekt «European Sky Shield Initiative» (ESSI) beschlossen. Das Projekt, das gemeinsam mit 22 Nato-Staaten unter anderem Deutschland, aber auch dem neutralen Österreich installiert wird, sollte laut der damaligen Vorsteherin der Departements Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport VBS, Viola Amherd, wirksam vor Raketen- und Drohnen-Angriffen schützen.

Ist die schweizerische Neutralität unmoralisch?

von Wolf Linder, Bern*

(20. März 2026) Die Stimmbürgerschaft wird in absehbarer Zeit über die Neutralitätsinitiative zu entscheiden haben: Gehört die Neutralität in die Verfassung, soll die Schweiz Wirtschaftssanktionen mittragen, sollen die Friedensbemühungen gestärkt werden? Will die Schweiz mehr Neutralität oder mehr Nato? Oder soll alles beim Alten bleiben?

Forderung nach einem Moratorium für modRNA-Impfstoffe

Von der Weigerung, begangene Fehler einzugestehen

von Dr. med. Sabine Vuilleumier-Koch*

(6. März 2026) Während das «Bundesamt für Gesundheit» (BAG) der Schweiz weiterhin mitteilt, die verfügbaren mRNA-Impfstoffe seien «sicher und gut verträglich», setzen sich Juristen und Ärzte gemeinsam mit Nationalrat Rémy Wyssmann für ein «Moratorium für modRNA-Impfstoffe»1 ein. Alarmierende wissenschaftliche Erkenntnisse rechtfertigen dies. Fakten, Rechtslage und politische Forderungen wurden am 23. Februar 2026 an einer Medienkonferenz des «Aktionsbündnis Freie Schweiz» (ABF Schweiz) in Bern vorgestellt. – Diese kann in voller Länge nachverfolgt werden.2

Russland–Ukraine: Grünes Licht für die Schweiz

von Guy Mettan*, Genf

(6. März 2026) Während sich der Krieg in der Ukraine hinzieht, scheint sich ein kleines diplomatisches Fenster zu öffnen. Mit ihrer Tradition der Neutralität und Vermittlung könnte die Schweiz diese Gelegenheit nutzen, um an ihre historische Rolle anzuknüpfen und zur Wiederbelebung der Friedensdynamik beizutragen.

Anmerkungen zur Schweizer Neutralität

Der neutrale Staat und die Gesinnungsneutralität

von Dr. phil. René Roca, Forschungsinstitut direkte Demokratie*

(6. März 2026) In der Diskussion rund um die Schweizer Neutralität wird immer wieder gefordert, dass die Schweiz, das heisst der Bundesrat und das Parlament, Aggressoren und völkerrechtliche Verstösse moralisch verurteilen muss.