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Die Redaktion

Patriotismus und das Gemeinwohl der Menschheit

Herausforderungen für den Weltfrieden und die Entwicklung

von Professor Dr. Hans Köchler*, Präsident der International Progress Organization (I.P.O.)

(22. Mai 202&) (CH-S) Mit fachlich fundierter Präzision stellt Professor Dr. Hans Köchler den Zusammenhang zwischen dem Recht der Völker auf Entwicklung und ihrem Recht auf Frieden dar. Auf dem Hintergrund der aktuellen Machtpolitik des Westens fordert er, dass die Eigeninteressen der Staaten im Kontext ihrer Gegenseitigkeit definiert werden müssen, damit allen Menschen weltweit zu ihren grundlegendsten Rechten verholfen wird. Dabei knüpft er an die geltenden Normen des Völkerrechts an.

Neutralität, ein Dienst am Anderen – nicht nur Schutz

von Oberst Jacques Baud,* Brüssel

(22. Mai 2026) (CH-S) Die Schweiz hat an Glaubwürdigkeit als Vermittlerin eingebüsst. Am 25. April sprach sich Jacques Baud in einer online übermittelten Eröffnungsrede vor der Mitgliederversammlung des Vereins «bene.swiss.ch»1 für eine Rückkehr zu einer aktiven und Anderen dienenden Neutralität aus.

Was ich in Kuba sah, war Widerstandskraft

von Gerargo Delgado*

(8. Mai 2026) (CH-S) Seit 66 Jahren steht der Inselstaat Kuba, in der Karibik südöstlich von Mexiko gelegen, mit seinen 11 Millionen Einwohnern unter drastischen Sanktionen der USA. Alle Bereiche der kubanischen Wirtschaft sind betroffen.

Mit hohen Zöllen bedrohen die USA unter Präsident Donald Trump zudem seit Februar 2026 alle Staaten, die Kuba mit Rohöl oder Derivaten beliefern – eine erneute Verschärfung mit dem Ziel des Regimewechsels wurde am 2. Mai dieses Jahres eingeleitet.

Seit 33 Jahren stimmt die überwältigende Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten für die Beendigung des US-Embargos gegen Kuba. Die USA setzen sich jedoch über diese Resolutionen hinweg. – Der Autor hat den Inselstaat besucht.

Die Bilanz des kollektiven Westens in Bezug auf Menschenrechte und Völkerrecht

von Alfred de Zayas,* Genf

(15. Mai 20269 Ein unvoreingenommener Beobachter, der beurteilen möchte, wie sich Länder zu grundlegenden Fragen der Menschenrechte, des Völkerrechts, des Friedens, der Entwicklung und des Multilateralismus verhalten, braucht lediglich die Abstimmungsergebnisse der Staaten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, in der Generalversammlung, im Menschenrechtsrat und in anderen internationalen Gremien zu betrachten.

EU-Kommission will Ende des Vetorechts

von Thomas Oysmüller*

(15. Mai 2026) (CH-S) Durch die rosa-rote Brille der Schweizer Medienverantwortlichen erscheint die EU als ein harmloser aber gefälliger «Partner», der zwar seine kleinen Probleme habe, aber im Grossen und Ganzen zuverlässiger sei. Leider stimmt dieses Bild nicht mit den tatsächlichen rasanten Entwicklungen in Brüssel überein.

Kommentar

«Epstein-Länder» und «Mullah-Staat»

Warum uns die Welt als «Epstein-Länder» bezeichnet

von Robert Seidel*

(8. Mai 2026) Muss man es als blanke Propaganda werten, wenn der «Wertewesten» in anderen Weltgegenden als «Epstein-Länder» verschrien wird? – Natürlich ist es Propaganda. – Genauso, wie es Propaganda ist, wenn man den Iran als «Mullah-Staat» bezeichnet. Während im Iran tatsächlich eine Art Theokratie herrscht, fällt es dem informierten Leser schwer mit dem Begriff «Epstein-Länder» etwas anzufangen. Wieso «Epstein-Länder»? Was haben wir mit Epstein zu tun? In den Staaten des mittleren Ostens und des Südens sieht man das offenbar anders.